Der ehemalige Berufssoldat und Vater – eine Tochter, ein Sohn – ist einer der Shootingstars der Wiener SPÖ. Obwohl der 39 -Jährige "nur" das Amt eines Bezirksrats bekleidet, ist Muhammed Yüksek weit über die Grenzen "seines" Favoriten bekannt.
Auch aufgrund seiner Herkunft und seiner offenen Art ist Yüksek als Integrations-Experte anerkannt, äußert sich oft und akzentuiert zu Themen wie der Deutschproblematik und Deutschförderklassen, Parallelgesellschaften und Hotspots in Favoriten. Und er setzt sich für die Bewohner des Bezirks ein, kämpfte sogar erfolgreich gegen Parkfallen an – "Heute" berichtete.
Und seine Themensetzung und klaren Ansagen kommen an: Der 39-Jährige holte bei der Wien-Wahl am 27. April 1.406 Vorzugsstimmen (798 im Bezirk, 608 im Wahlkreis). Auf Instagram bedankt sich Yüksek "für diese unglaubliche Unterstützung". Und er verspricht seinen Unterstützern: "Ich verspreche euch, dass ich auch weiterhin meine Stimme erheben werde, wenn Ungerechtigkeit die politische Bühne erreicht oder wenn manche glauben, sie könnten Politik über unsere Köpfe hinweg machen."
"Also, ich war von Anfang an gegen die Deutschförderklassen", so Yüksek. "Das finden wir nicht fördernd, weil die Kinder von der ersten Minute an separiert werden. Wie soll sich denn dieses Kind wohlfühlen, wenn man in eine separate Klasse gehen muss, wo sie untereinander sitzen? Wo auch viele kein Deutsch können?", fragt der Wiener Bezirksrat mit türkischen Wurzeln in einem Interview mit "Heute".
"Man lernt ja die Sprache nicht, indem man neben jenen sitzt, die die Sprache auch nicht gut beherrschen." Yüksek fordert hier Politik und Experten auf, ein neues Modell auszuarbeiten, das die Deutschförderklassen ersetzen soll.